Das 1958 vollendete Schwesternhochhaus von Jakob Zweifel gilt als Ikone der Schweizer Moderne der zweiten Generation.
Der markante Bau für das Pflegepersonal des Universitätsspitals besticht durch seine klar gegliederte Fassade. Vertikale Betonpfeiler, tief liegende Fenster, dunkle Brüstungen und spiegelnde Aluminiumflächen erzeugen Relief, Rhythmus und eine präzise plastische Wirkung.
Auch im Innern ist der Bau von grosser Klarheit: Zwei Zimmerschichten entlang leicht geschwungener Korridore und ein dazwischenliegender Kern für gemeinschaftliche Nutzungen strukturieren den Grundriss. In den 1990er-Jahren wurde das Haus von Jakob Zweifel selbst saniert, wobei die Betonfassade im Vordergrund stand.
Die Umnutzung und Erneuerung von 2021 bis 2025 erfolgte in enger Abstimmung mit der Denkmalpflege und schuf zeitgemässe Arbeitsplätze für Forschung und Lehre in Pflege und Medizin. Während der äussere Charakter gewahrt blieb, wurde das Innere behutsam weiterentwickelt. Statik, Brandschutz und Gebäudetechnik wurden auf den aktuellen Stand gebracht und präzise in die bestehende Struktur integriert. Partiell geöffnete Korridore verbessern Lichtführung und Kommunikation. Für die Nebenraumzone wurde ein flexibles Modulkonzept entwickelt, das eine massgeschneiderte Integration von Fokus- oder Servicebereichen erlaubt. Die ehemalige Zimmerschicht ist heute flexibel zonierbar und ermöglicht unterschiedliche Nutzungsformen – vom Einzelbüro bis zu grosszügigen Teamflächen.
MehrWeniger lesen














